Alkohol – Genuss oder Sucht?

25. April 2014, 23:09

Diese Frage ist keine auf die es eine einfache und einheitliche Antwort gibt. Zu unterschiedlichen Zeiten und Phasen in meinem Leben hätte ich diese auch sehr kontrovers beantwortet.

Als Jugendliche habe ich keinen Alkohol getrunken und das Andere um mich herum “beschwipst” waren, fand ich eher unangenehm. Damals drehte sich alles vor allem um Bier. Alkoholkonsum hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht als “Sucht” bezeichnet, aber als überflüssig.

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Foto: Florian Lacina

Stärkere Spirituosen wurden damals in meinem Bekannten- und Freundeskreis eher weniger konsumiert. Das kam später. Als ganz junge Erwachsene hatte ich an Alkohol immer noch wenig Genuss. Gelegentlich Sekt oder Champagner, höchstens noch Weißwein als Schorle. Den “Geschmack” von Alkohol fand ich insgesamt nicht lecker und ich konnte weiter gut darauf verzichten. Um mich herum tranken inzwischen einige harte Spirituosen wie Wodka, Tequila und Gin – in rauen Mengen. Ich hatte den Eindruck das einige mit Anfang 20 auf dem besten Wege waren, alkoholkrank zu werden und empfand viele als süchtig. Insbesondere da viele nicht mal einen Abend auf Alkohol verzichten konnten.

Durch viele Jobs in der Gastronomie begann ich mich für Alkohol in der Theorie zu interessieren. Wein, Longdrinks, Cocktails fand ich sehr spannend zu empfehlen und mich auch für Herstellung und Verkauf zu interessieren. Tequila Rapido (Tequila mit Bitter Lemon) war ein “Shot” den ich dann auch gelegentlich mal trank und für Tequila machte ich später auch Promotion.

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Foto: Florian Lacina

Insbesondere interessierte ich mich für hochpreisige alkoholische Getränke die gleichzeitig auch qualitativ hochwertig waren. Ein hoher Preis, gute Qualität und vor allem Genuss an z.B. einem tollen Whisky oder einem erstklassigen Cognac empfand und empfinde ich immer noch als beste Methode Genießer von Alkohol zu sein und nicht Süchtiger. Ich selbst schätzte an diesen Getränken den Geruch, die Farbe, die Wissenschaft die in ihnen steckt, konsumierte sie aber immer noch nicht ;-)

In der Schwangerschaft und einige Jahre danach habe ich keinen Tropfen Alkohol getrunken. Als ich auf einer Familienfeier Jahre später an einem Pfirsich-Sekt genippt habe, hatte ich das Gefühl sofort “betrunken” zu sein.

Seit dem bin ich wohl “auf den Geschmack” gekommen: Alkohol schmeckt mir nicht mehr per se schlecht. Verglichen mit vielen anderen trinke ich immer noch sehr wenig und sehr selten Alkohol, jedoch genieße ich ihn, wenn ich z.B. einen guten Rotwein zu einem guten italienischen Essen genieße.

Zur gesundheitlichen Wirkung von Wein und anderen alkoholischen Getränken gibt es ungefähr soviele wissenschaftliche Aussagen bzgl. der positiven bzw. negativen Auswirkung, dass eine Abwägung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde. Nur eins hat sich bei mir über die Jahre nie geändert: ich trinke keinen Alkohol, wenn ich noch Auto fahre. Also: don’t drink and drive!

Was haltet ihr von Alkohol? Gehört ein Glas Wein zu einem guten Essen? Sollte Alkohol verboten werden? Ist ein Glas Rotwein Medizin? Wo hört Genuss auf und wo beginnt die Sucht? Whisky-Tasting und Weinprobe – was haltet ihr davon? Ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare und Reaktionen bei diesem Thema.

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Nach Ladenschluss im Kaufhaus

4. April 2014, 9:42

Das Midnight-Shopping bei AppelrathCüpper begann gestern Abend um 20.00 Uhr:

Eingang-AC

Schon im Eingangsbereich war es sehr voll, obwohl es noch vor 20.00 Uhr war. Und beim Betreten des Kaufhauses schlugen einem gefühlte 45 Grad Celsius Wärme entgegen. Da man beim Empfang die Einladungen abgeben musste, war ich ganz dankbar, dass ich noch einen Flyer mit den Programmpunkten bekam:

Programm_AC

Die Fashion-Show sollte um 20.30 Uhr stattfinden – um 20.00 Uhr waren oben aber schon alle Plätze besetzt und auch die Stehplätze wurden zur Mangelware.

Den ersten Teil habe ich mir angeschaut, dann war mir das Stehen in der Wärme zu anstrengend:

Modenschau1           Modenschau2

Auf allen Etagen gab es Getränke. Wahlweise Sekt, einen Longdrink aus Sprite, Blue Curacao und Wodka sowie Wasser (war besonders begehrt bei der Wärme). Und es gab Macarons die so beliebt waren, dass sie in kürzester Zeit auch schon wieder “aus” waren ;-) Ich hatte einen ergattert und er schmeckte wirklich köstlich.

Auf allen Etagen gab es verschiedene Aktionsflächen mit Foto-Shooting, Stylingberatung, Make-up-Auffrischung etc. Überall war aber Riesen-Andrang – für die Anzahl der Besucher also trotz allem zu wenig Teilnahmemöglichkeiten.

Styling

In der ersten Etage präsentierte sich zusätzlich der Juwelier Christ – mit einem kleinen Angebot und einer Rabatt-Aktion. Die Damen hier waren sehr nett und haben auch gut beraten.

In der dritten Etage hatte Dr. Christine Schrammek Kosmetik eine Präsentations- und Verkaufsfläche aufgebaut. Auch hier war es so voll, dass ich keine Lust hatte, mich dort umzusehen.

Wer etwas kaufen wollte und sich zum Schluss in die Schlange an der Kasse anstellen musste, hatte dann noch mal so zirka 20 Minuten Wartezeit vor sich. Da einem die Verkäuferinnen die Bekleidung vorher schon zur Kasse brachten und man nur die Abrisszettel zum Bezahlen hatte, mussten die Damen danach erst mal die zugehörigen Stücke suchen. Das war enorm zeitaufwändig.

Mein Fazit: eine schöne Idee solch ein Event anzubieten, es hatte aber etwas von “Einkauf am verkaufsoffenen Sonntag”. Viel zu voll, die Kassenorganisation war eine Katastrophe und die Hitze in den Räumen waren eher das Gegenteil von “exklusiv”. Ich bevorzuge dann doch eher kleinere Events, in denen eine entspanntere Atmosphäre herrscht.

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